Wolfgangkirche-Hoheneck
evangelische Kirchengemeinde Ludwigsburg-Hoheneck

2005 Orgeleinweihnung

Veröffentlicht am 19.12.2005

Hohenecker Orgel mit Musik von Antonin Dvorak eingeweiht

Viele Spenden für Instrument der Wolfgangkirche

Die Orgel in der Wolfgangkirche. Bild: Alfred Drossel

(aki) - Nachdem die Wolfgangkirche in Hoheneck renoviert wurde, strahlt nun auch ihre Orgel in neuem Glanz. Am Sonntagmorgen wurde das generalgereinigte und klanglich erneuerte Stück eingeweiht. Tenorsänger Oly Pfaff sang Psalmvertonungen von Antonin Dvorak. Kirchenorganistin Adelheid Janz-Strohal begleitete ihn.
Sehr angenehm seien die vierwöchigen Arbeiten durch die Orgelbaufirma Tzschöckl verlaufen, sagte Pfarrer Matthias Bauschert. So hatten zum Beispiel Konfirmandengruppen durch das völlig auseinander genommene Instrument gehen dürfen.So bekamen sie eine Vorstellung davon, wo die insgesamt 792 Pfeifen überall verborgen sind. Denn auf der Vorderseite der Orgel, Prospekt genannten, sind lediglich 49 zu sehen. Von diesen sind die je vier großen Pfeifen am linken und rechten Rand neu, wie auch die Register mit den Namen Prästant und Salicional. Dadurch erhalte die 1974 gebaute Walckerorgel einen etwas weicheren Gesamtklang, erklärte Friedrich Tzschöckl.Neues Holzkreuz35 000 Euro kostet die Erneuerung. Durch Spenden hat die Kirchengemeinde 32000 Euro zusammengebracht. Die Differenz wird mit Rücklagen bestritten.Pfarrer Bauschert bedankte sich unter anderem bei Gerhard Schwarz für dessen private Spendenaktion sowie beim Sachverständigen im Kirchengemeinderat, Gunther Schaible. Von ihm stammt auch das neue Holzkreuz auf dem Altar.In sehr ruhigen, leisen Bahnen mit vorwiegend hohen, feinen, flötenden Tönen -so verlaufen Antonin Dvoraks Vertonungen von zehn Psalmen. Oly Pfaff, engagiert und überzeugend, war gut auf Adelheid Janz-Strohal abgestimmt, die dem Charakter der Musik entsprechend zurückhaltend agierte.Potenzial nicht ausgereiztAllerdings war dieses einseitige Programm nicht unbedingt das, was sich mancher Zuhörer unter einer Orgelweihe vorstellt. Da wären ein paar tiefe Töne und Register mehr, zumal es davon ja ganz neue gibt, durchaus angebracht gewesen. Da hätte man doch gern einmal das ganze Potential der Orgel erlebt, die an sich auch deshalb als "Königin der Instrumente" gilt, weil sie, im Gegensatz zu einer Flöte, orchestrale Wucht entwickeln und den ganzen Kirchenraum mit Preis und Dank zum Vibrieren bringen kann. Vorausgesetzt, man gibt ihr die richtigen Stücke.
Astrid Killinger
   
Die Online-Publikation dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Ludwigsburger Kreiszeitung
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