Wolfgangkirche-Hoheneck
evangelische Kirchengemeinde Ludwigsburg-Hoheneck

Engel, gibts die?

Engel, gibt‘s die?

Wenn sich die ersten
Weihnachtslieder aus Kaufhauslautsprechern
der Innenstadt in unseren
Ohren festsetzen, wenn die Supermärkte
große Plätze freimachen, um
die unzähligen Schokoladennikoläuse
unterzubringen, wenn sich die ersten
Fragen nach Geschenken stellen, beginnt
für die meisten Menschen der
Weihnachtsstress.
Besinnungsloser Trubel?
In der Stadt, auf dem Marktplatz, werden
die großen Engelsfiguren aufgebaut,
um festlich und einladend auf
die vielen Besucher besinnlich einzuwirken.
Aber – nehmen wir sie (diese
Engel) bei dem Trubel dann überhaupt
noch wahr? Ist unser Blick nicht
doch mehr auf die eigentlich nicht zu
Weihnachten gehörenden Angebote
gerichtet?
Die Engel – sie blicken auf uns herab
und könnten sagen: „Fürchtet Euch
nicht, der Weihnachtsmarkt hat begonnen.“
Fühlen wir uns durch ihre
Anwesenheit geborgen? Gibt es Möglichkeiten,
die geraubte Vorfreude, die
sich in der Suche nach Geschenken
äußert, zu durchbrechen? Sind wir
noch offen für das Unverhoffte? Engel
kommen auf leisen Sohlen. Sie
können Schutzfaktor und Wegbegleitung
gerade in dieser Zeit sein. Gerade
in unserer lärmenden Welt brauchen
wir doch auch Stille, um innerlich
zu gesunden.
Engel als Freudenboten
Viele jammern heute, dass sie Gott
nicht erfahren, ja, dass Gott ihnen
fremd geworden ist. Engel als Boten
Gottes überbringen uns Botschaften
von einer anderen, tieferen Wirklichkeit.
Die Vorstellungen, die wir mit
ihnen verbinden, stehen für die Sehnsucht
nach einer Welt der Geborgenheit,
des Friedens, der Hoffnung.
Engel sind darin Bilder einer bleibenden
Sehnsucht nach Hilfe und Heilung,
die nicht aus uns selbst kommen.
Engel sind inspirierende Begleiter
für unseren alltäglichen Weg. Sie
erscheinen als lebensgestaltende
Kräfte, die uns mehr so formen, wie
wir sein könnten und oft auch wollten.
Die Orientierung, die wir mit Engeln
erfahren können, ist aber nie Ausdruck
unserer Leistung und Anstrengung.
Sie wird uns zum Geschenk in
einer unheilen Welt.
Spüren wir dieser Botschaft noch
nach, oder ist sie vom Gedröhne der
Welt vergessen? Ich meine, sie könnte
sich uns gerade in dieser Zeit als Geschenk
erschließen und uns verwandeln,
wenn wir es wollten.
Engel können uns verändern – die
Welt kann sich ändern. Nehmen wir
uns das in dieser Weihnachtszeit vor!
Lassen wir uns einladen, neue und
bereichernde Erfahrungen zu machen.
Ich wünsche es Ihnen – von Herzen.

Ihr Eberhard Daferner,
Kirchengemeinderat
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