Wolfgangkirche-Hoheneck
evangelische Kirchengemeinde Ludwigsburg-Hoheneck

Hoffnung Ostern

Ein österliches Hoffnungswort

Die Passionszeit beginnt in diesem Jahr recht früh, bis Ostern ist es nicht mehr lange. So erscheint auch schon der erste Gemeindebrief in diesem Jahr mit einem Passions- und Osterbild auf der Titelseite. Dieses Bild mit dem leuchtenden Kreuz, das in unsere Lebenslinien hinein gezeichnet ist, erinnert mich aber auch an die neue Jahreslosung, die uns durch das Jahr 2008 begleiten soll, an das Jesus-Wort aus Johannes 14,19: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“
Ich möchte Ihnen dazu Gedanken aus meiner Neujahrspredigt weitergeben:
Gute Wünsche geben wir uns mit auf den Weg an der Schwelle zum neuen Jahr – ich wünsche dir ein friedliches, ein glückliches, ein gesundes, ein erfolgreiches Jahr; ich wünsche dir, dass es genauso gut wird wie das alte – oder dass es gerade besser wird; ich wünsche dir Mut für die neuen Schritte, die du gehen wirst, und Ausdauer für alles, was du dir vorgenommen hast; ich wünsche dir den Segen Gottes, dass er dich begleite im neuen Jahr.
So etwas wie ein Neujahrswunsch, wie ein Versprechen zum Beginn des neuen Jahres ist auch die Jahreslosung, die uns für 2008 mit auf den Weg gegeben wird. Für die Wolfgangkirche ist das ein ganz besonderes Bibelwort, ist es doch an der Außenmauer, auf dem Weg zum Friedhof, eingemeißelt: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“ Wir haben also in diesem Jahr die Jahreslosung immer auch dann vor Augen, wenn wir an unserer Kirche vorbei auf den Friedhof gehen – „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“
Dieser Satz aus dem Johannesevangelium ist Teil der so genannten Abschiedsreden Jesu. Er spricht denen, die um ihn trauern, neuen Mut zu – Lebensmut: „Euer Herz erschrecke nicht; glaubt an Gott und glaubt an mich!“
So beginnen die Abschiedsreden. Erschreckt nicht; wo ihr jetzt nur Tod, Ende, Abbruch seht – da ist Leben, neues Leben. „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“
Diese Jahreslosung ist für mich mehr als ein guter Wunsch. Sie ist ein Versprechen, ein österlicher Zuspruch. Das sind Worte, an denen wir uns festhalten können, auch und gerade dann, wenn uns ganz Anderes vor Augen steht.
„Ich lebe“ – das sagt Jesus zu seinen Freunden, den Jüngern, den Männern und Frauen, die ihn begleiten und die nicht wahrhaben wollen, dass ihn sein Weg ans Kreuz führt.
„Ich lebe“ – damit bestärkt der Evangelist Johannes seine Leserinnen und Leser in ihrem Vertrauen zu Jesus Christus, in ihrem Glauben an den, der gestorben und auferstanden ist.
„Ich lebe“ – dieses Osterwort hören wir als Begleitung durch das Jahr und dazu den Zuspruch: „Und ihr sollt auch leben“; oder, anders übersetzt: Ihr werdet leben!

Wenn eine Jahreslosung einen Sinn haben soll, dann doch den, dass sie uns immer wieder vor Augen steht, bei allem, was uns im neuen Jahr begegnen wird; bei allem, was wir jetzt noch nicht kennen.

Lebenskraft aus den Worten Jesu wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Bauschert
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