Wolfgangkirche-Hoheneck
evangelische Kirchengemeinde Ludwigsburg-Hoheneck

Weihnachtsgedanken

Weihnachten – Licht
und Schatten

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, sagt der Volksmund, wenn ein Fest ausgerichtet werden soll, das vielfältige Planung und Vorbereitungen fordert, wie auch das Weihnachtsfest.
Nach wie vor hat es in der Gesellschaft unseres Kulturkreises allgemein Geltung, was sich in vielerlei Traditionen zeigt, durch die das Fest Glanz bekommt.
Als Fest der Liebe und des Friedens findet es vornehmlich wieder im häuslichen Kreis statt, allerdings nicht immer so harmonisch, wie es den Anschein hat, denn häufig endet das Fest in Streit, was nicht verwundert, weil die Vorbereitungen oft in Hektik getroffen wurden und nun die Erwartungen an das Fest zu groß sind. Je näher die Festtage rücken, umso hektischer das Treiben, angeheizt auch durch die Lichterflut und das stundenlange Abspielen von Weihnachtsliedern in den Kaufhäusern. Längst sind viele
abgestumpft und des Treibens überdrüssig, denn die ersten Weihnachtssymbole wurden bereits im Spätsommer gesichtet.
Diese allgemeine Geschäftigkeit legt sich wie ein Schatten auf das eigentliche Weihnachten, droht es zu vereinnahmen, verdunkelt scheinbar sein Licht.
Wie soll man auch die Adventszeit ertragen oder gar begehen: Das spärliche Licht der Adventskerzen
oder das laienhafte Einüben von Weihnachtsliedern?
Hier heißt es innehalten, zur Ruhe kommen, erkennen, dass es nur einer einzigen Kerze bedarf, um einen dunklen Raum zu erhellen, und leiserer Töne oder gar Stille, in der wir wieder zu uns selbst finden.
Dann sind wir fähig, aus den Schatten, aus allem, was letztlich unwichtig ist, herauszutreten in das wahre Licht, wie die einen es kennen und andere es kennen lernen wollen, weil sie eine religiöse Verwurzelung
suchen.
Die Bibelzeigt uns dieses Licht: „Das Volk, das im Finstern wandelt“, das kann durchaus im grellen Licht von Weihnachtsbeleuchtung sein, „sieht eingroßes Licht“ (Jesaja 9,1), und derEinzelne wird aufgefordert:

„Machedich auf, werde licht, denn dein Licht kommt“ (Jesaja 60,1),
„das wahre Licht scheint jetzt“ (1. Johannes 2,8).
Gerlinde Weber
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