Wolfgangkirche-Hoheneck
evangelische Kirchengemeinde Ludwigsburg-Hoheneck

Wolfgangkirche

Die Chronik
der Wolfgangkirche





Der Ursprung der Wolfgangkirche ist wohl in einer um 1378 (Jahreszahl am Türbogen zur Sakristei) erbauten Marienkapelle, einem Anbau an den Kirchenchor, der heute als Sakristei genutzt wird, zu suchen. Diese Kapelle ist vermutlich das älteste erhaltene Gebäude Hohenecks. 

Über der Türe in die Sakristei befindet die Zahl “1378”, das vermutliche Baujahr der “Marienkapelle”, der heutigen Sakristei.


Die Sakristei wurde (vermutlich) im Jahre 1378 als Marienkapelle erbaut. Daran erinnert der Schlusstein “Maria mit Jesuskind” im Kreuzrippengewölbe des Chors.

Es handelt sich somit um das vermutlich älteste erhalten gebliebene Gebäude Hohenecks. Besonderes Schmuckstück ist das Fensterbild des Apostels Johannes.

 

Fensterbild “Apostel Johannes” Das Fensterbild von Anfang des 19. Jahrhunderts in der Sakristei ist eine Schenkung von Elisabeth Staiger (langjährige Leiterin des Landhauses “Elisabeth”). Sie erwarb das Bild während eines Süditalienurlaubs

.

Die Geschichte der Wolfgangkirche in heutiger Form und Ausmaßen begann Ende des 15. Jahrhunderts. Der Chorraum war spätestens im Jahre 1496 vollendet worden, das Kirchenschiff wohl schon etwas früher. Es gibt zwar keine genauen Daten, jedoch ist anzunehmen, dass sie am 500ten Todestages von Bischof Wolfgang dem 31.Oktober 1494 geweiht wurde. Sie wurde als Filialkirche von Neckarweihingen erbaut und daher blieb ihr ein Kirchturm versagt. Statt dessen wurde die Kirche mit einem Dachreiter ausgerüstet. Im Jahre 1999/2000 wurde dieser gründlich renoviert.

Während des 30-jährigen Krieges, im Jahre 1634, wurde ganz Hoheneck und auch die Wolfgangkirche stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem “Nördlinger Treffen” zogen spanische Truppen auch durch Hoheneck und verwüsteten Ort und Kirche. Besonders schwer wurde vor allem das Kirchenschiff getroffen. Sowohl die Kanzel und die getäfelte Decke des Schiffes, als auch der Dachstuhl und die Seitenwände wurden stark beschädigt.
 

 

Die heutige Kanzel im Renaissancestil stammt aus dem Jahre 1662. Auch die Empore stammt aus dieser Zeit.

 

Das spätgotische Kruzifix ist das Werk eines unbekannten Künstlers.




( Ein fast identisches Kruzifix hängt auch im Kloster Blaubeuren.
Es ist anzunehmen, dass es von dem selben unbekannten Künstler stammt).

Im Kreuzrippengewölbe des spätgotischen Chors befinden sich vier Schlussteine.

* Maria als Himmelskönigin mit dem Jesuskind.

 


* Bischof Wolfgang von Regensburg mit Bischofsstab,
Beil und der Hohenecker Kirche.

 




* Das Wappen der damaligen Burgherren Speth (bis 1496).

 

 


* Das Steinmetzzeichen des unbekannten Baumeisters.
(Das selbe Zeichen befindet sich auch in der Alexanderkirche in Marbach a.N.)

 





1899 und 1954 wurde die Wolfgangkirche gründlich renoviert. Durch Bombeneinwirkung wurden 1944 ihre bunten Glasfenster zerstört, und die getäfelte Decke stürzte ein. In der Nachkriegszeit konnte die Kirche innen erneuert werden. Im Jahre 1947 kam ein neuer Taufstein und 1954 der Altar aus Sandstein in die Kirche. 1953 wurden die Kirchenbänke im Zuge einer nochmaligen Innenrenovierung erneuert. 1973 wurde das Chorgestühl von 1899 entfernt (letzter Rest ist der Sitz neben der Tür zur Sakristei, auf dem die Mesnerin den Gottesdienst verfolgt) und eine neue Orgel der Firma Walcker - damals Ludwigsburg - im Chor eingebaut. Es ist eine zweimanualige Orgel mit 13 Registern, Schleifladen und mechanischer Spiel- und Registertraktur

 

 

Nähere Informationen zu Wolfgang, dem Namensgeber unserer Kirche, finden Sie unter www.heiligenlexikon.de

Interessante Links: http://www.meinekirche.de http://www.seelenfuetterer.de http://www.ekd.de http://www.elk-wue.de